Ich hab soooo ein Rohr - die Einweihung
Wie ja schon berichtet, bin ich seit einiger Zeit aktiver im BBQ-Bereich unterwegs. Zu diesem Zweck habe ich nun einen kleinen Smoker zugelegt. Am Sonntag wurde geliefert und am Montag, rechtzeitig zu Halloween, habe ich meine Gäste mit dem kleinen Monster erschrecken können.
Meine Gäste mussten allerdings ein wenig unter meiner Unerfahrenheit mit dem Smoker leiden, das Essen hat sich über den ganzen Abend hingezogen - aber ich hoffe, dass es trotz allem allen geschmeckt hat und niemand hungrig oder enttäuscht nach Hause gehen musste.
Es gab folgendes:
- Black Tiger Prawns in Kokossauce, serviert in einem Kürbis, dazu Baguette
- Baked Belly of Pork mit Rosmarinkartoffeln oder Kartoffelgratin (freie Auswahl)
- Smoky Chicken Wings
- Entrecôte am Stück vom irischen Rind, trocken gereift
Wen die Rezepte dazu interessieren, der möge bitte weiterlesen:
Black Tiger Prawns in Kokossauce
ca. 1kg Zwiebeln schälen und in mittelgroße Stücke schneiden, dann die Zwiebeln anschwitzen (am besten Butter oder Ghee - gibt einen besseren Geschmack als Öl), die Prawns dazugeben (natürlich entdarmt und gehäutet) und anschließend mit Kokosmilch auffüllen.
Etwas Tomatenmark für die Optik hinzugeben und mit Salz würzen. Wer es etwas schärfer mag, kann auch gerne noch Chili hinzugeben, ich habe für den Topf von ca. 2l vier getrocknete Birdseye-Chili genommen.
Das Ganze einige Zeit vor sich hinköcheln lassen, währenddessen den ausgehöhlten und gewaschenen Kürbis im Backofen (oder im Räucherturm vom Smoker) bei ca. 80°C anmürben lassen.
Kurz vor dem Servieren die Sauce noch etwas eindicken (oder alternativ einkochen lassen, aber vorsicht vorm Anbrennen), den Kürbis auf ein Tablett stellen, die Sauce einfüllen und den Gästen servieren. Wenn man den Kürbis gut genug angemürbt hat, kann man etwas von der Kürbiswand beim Herausschöpfen mit abkratzen, was eine recht angenehme Kombination ist.
Baked Belly of Pork
Einen Schweinebauch ohne Knochen ca. 24-36 Stunden vorher mit Pökelsalz einreiben und vakuumieren. Das Salz, welches nach dem Bestreuen und Einreiben nicht am Fleisch bleibt, ist zuviel.
Danach die Lake abgießen, das Fleisch ca. für eine Stunde wässern.
Dann trockentupfen und kleine Rauten in die Schwarte schneiden.
Bei ca. 160°C eine Stunde auf der Schwartenseite indirekt in den Grill oder in den Ofen legen und garen lassen. Danach umdrehen und die Temperatur ggf. etwas höher drehen für ca. 45 Minuten.
Wenn man weniger Temperatur zur Verfügung hat, so verlängert das natürlich die Garzeit - wobei für eine schön krosse Kruste Temperaturen von 180°C und mehr erforderlich sind; im Smoker ist dann ein kurzes Verfrachten in die Sidefirebox Pflicht (aber vorsicht vor verbrannter Kruste).
Smoky Chicken Wings
Hähnchenflügel aus Ober- und Unterflügel am Gelenk trennen, waschen und mit Butt Glitter Rub bestreuen. Für mind. 3-4 Stunden im Kühlschrank marinieren lassen.
Danach einfach in den Smoker geben und low&slow mitziehen lassen. Nach 2-3 Stunden sind die Wings verzehrfertig.
Wer sie gerne knuspriger will, kann auch höhere Temperaturen fahren (ca. 180°C sind notwendig für Knusperhaut), wobei hier das Verteilen der Wings auf den Grillrosten Pflicht ist; die Faulheitsvariante in einer Edelstahlschale wird nicht wirklich knusprig.
Entrecôte am Stück
Das Entrecôte waschen, trockentupfen und eine Kaffeetasse ca. die halbe Tasse mit Olivenöl füllen, granulierten Knoblauch, Rosmarin, Thymian und Chili hinzugeben. Die Mischung gut umrühren und zusammen mit dem Entrecôte vakuumieren und für ca. 24h im Kühlschrank ziehen lassen.
Am Verzehrtag das Fleisch 1-2 Stunden vor Grillbeginn aus dem Kühlschrank nehmen und Raumtemperatur annehmen lassen. Anschließend low&slow bis zur gewünschten Kerntemperatur ziehen lassen (medium wären 55°C, ich gare es meistens etwas darüber).
Nach dem Garen noch für ca. 30 Minuten an einem warmen Plätzchen ruhen lassen (der Räucherturm bietet sich hier an oder ein Backofen auf 50-60°C gestellt).
Erst auf dem Teller salzen, ggf. noch pfeffern.
Rosmarinkartoffeln
Kartoffeln schälen und idealerweise in kleine Würfel schneiden, alternativ gehen auch dünne Scheiben. Diese in eine Form schlichten, etwas Olivenöl darüber, Salz, Knoblauch und Rosmarin drauf, gut durchmischen und in den Ofen bei ca. 180°C, bis die Kartoffeln leicht braune Ränder aufweisen.
Kartoffelgratin
Kartoffeln schälen, waschen und in mitteldünne Scheiben schneiden; in einem Gefäß Sahne, Milch, Knoblauch (mind. 3-4 Zehen, manche nehmen eine ganze Knolle), Salz, Pfeffer, Muskat (oder Macis) vermischen.
Die Kartoffeln ca. 1cm-dick in eine Schale geben, dann ein paar Butterflocken darüber und mit etwas Flüssigkeit auffüllen. Dies immer wieder wiederholen, bis der Platz oder das Material ausgeht.
Anschließend abgedeckt ca. 30-45 Minuten bei 180°C in den Ofen, danach die Folie entfernen und zu Ende garen lassen. Wenn es oben leicht angebräunt ist, ist das Gratin fertig.
Für den sehr gelobten Tomatensalat muss ich meinen Cousin noch um das Rezept anhauen, stay tuned :)
An meine lieben Gäste: Wenn ihr noch Fotos von dem Essen gemacht habt (ich weiss, einige haben die Handys dafür gezückt), könntet ihr mir diese bitte an meine Email-Adresse schicken? Ich hab in der ganzen Hektik keine Zeit gehabt, selber die Kamera zu zücken.

Allianz des Lichtes






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